Regenbogen 2.0.

Ich bin wieder da!

Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Im letzten Jahr ist viel passiert und es gibt mehrere Gründe, warum ich nicht geschrieben habe und viele Gründe, warum ich es jetzt unbedingt wieder machen möchte.

Anfang des Jahres hatte ich eine depressive Episode. Und meine Gedanken waren zu düster um sie zu teilen und ins Internet zu stellen. Später war ich ziemlich mit der Therapie beschäftigt und irgendwie auch zu durcheinander, um das was mich bewegt geordnet auf Papier zu bringen. Und über Belangloses wollte ich auch nicht schreiben. Damit verschwende ich meine Zeit und die Zeit von jedem, der es anschließend liest. Und dann war ich irgendwie raus und wusste nicht wie ich wieder einsteigen soll.

In letzter Zeit hatte ich aber immer öfter den Gedanken wieder zu schreiben. Besonders, weil ich in diesem Jahr so viel positives erlebt habe und von so vielen guten Hilfsangeboten erfahren habe, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Von diesen Dingen möchte ich unbedingt erzählen. Ich könnte mir vorstellen, dass es viele Betroffene gibt, die diese Angebote noch nicht kennen. Ich bin schon so lange in Behandlung und hatte von den meisten Möglichkeiten noch nichts gehört. Und an dieser Stelle möchte ich zumindest einen kleinen Beitrag leisten.

Heute Morgen habe ich gedacht, dass es eigentlich gerade ziemlich blöd ist, weil ich nichts Neues anfangen kann. Ich warte auf einen Therapie- oder Rehaplatz und weiß nicht, wann es losgeht. Und da habe ich mir vorgenommen wieder zu schreiben. Das kann ich immer machen. Ich glaube, wenn ich erstmal wieder dabei bin, wird es auch gar nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen. Viele Ideen, worüber ich schreiben möchte habe ich. Ich möchte als erstes erzählen, wie das letzte Jahr verlaufen ist. Dann möchte ich euch von allem an Therapie erzählen, was ich gemacht habe, noch vorhabe und von dem ich gehört habe. Von allen Anträgen, die ich geschrieben habe. Und auch von allem anderen, was mir geholfen hat.

Das Wichtigste, was ich in diesem Jahr gelernt habe ist, dass es Hilfe gibt. Ich kenne vielleicht das richtige Angebot noch nicht und es geht wahrscheinlich auch nicht schnell, aber es gibt viele Angebote. Und das ist es auch eigentlich, was ich unbedingt an Andere weitergeben möchte. Wenn eine Person am Telefon euch nicht weiterhelfen kann. Dann heißt das nicht, dass niemand das kann. Es lohnt sich einfach immer weiter dran zu bleiben. Früher dachte ich, dass ich so etwas nicht kann, da ich mich nicht durchsetzen kann. Aber bis jetzt ging es auch immer so. Ich habe immer freundlich weiter gefragt. Und wenn mir jemand nicht weiterhelfen konnte, habe ich überlegt, ob es vielleicht noch jemand Anderen gibt, den ich fragen kann. So bin ich zumindest immer ein Stückchen weitergekommen. Es dauert, aber es geht weiter. Und meiner Meinung nach ist das das Wichtigste. Ich habe depressive Episoden seitdem ich dreizehn bin. Das sind jetzt schon fast 23 Jahre. Ich finde da kommt es nicht mehr auf einen Monat an.

Es war für mich der falsche Weg mich zusammen zu reißen und möglichst schnell weiter zu gehen. Das möchte ich in Zukunft anders machen. Davon möchte ich erzählen und ich wünsche mir, dass ich damit auch Andere motivieren kann sich auf die Suche nach dem für sie richtigen Weg zu machen.

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