Konsum, Selbstversorgung und der Weg dazwischen

In dem letzten Beitrag (verhexte Tage) habe ich ja schon von der Situation bei der Arbeit geschrieben. Im Moment klappt es Überstunden nicht mit dem Abbau der Überstunden, weil immer irgendjemand krank ist. Ich habe mich schon oft gefragt ob das nur in der Pflege so ist, oder auch in anderen Berufen. Aber so langsam glaube ich, dass es kaum realistisch ist, bis zur Rente in diesem Beruf zu arbeiten. Früher oder später wird es körperlich nicht mehr gehen. Und das in naher Zukunft sich politisch wirklich etwas ändert glaube ich eigentlich auch nicht. Aber so eine richtig gute Idee für eine Alternative habe ich gerade auch nicht.

Auch zum Nachdenken gebracht hat mich eine Sendung. Ich gucke meist gar nicht zu, sondern höre Reportagen oder Talkrunden aus der Mediatek bei der Hausarbeit. In dieser Sendung ging es um Konsum https://www.zdf.de/wissen/scobel/scobel-ich-kaufe-also-bin-ich-100.html 

Ein Experte in dieser Sendung sagte, dass die Ressourcen der Erde in 80 Jahren verbraucht sind, wenn wir so weiter machen wie bisher. Seiner Meinung nach müsste die Gesellschaft sich so verändern, dass wir wirklich nur noch das allernötigste Konsumieren und sich die Arbeitszeit einer Vollzeitstelle auf 20 Stunden in der Woche verringern würde. Zum einen, weil nicht mehr so viel produziert werden müsste und zum anderen weil wir weniger Geld verdienen müssten. In der restlichen Zeit könnten wir Zum Beispiel Dinge reparieren, die kaputt gegangen sind und uns selbst mit Nahrungsmitteln versorgen. Ich finde diese Idee super. Das sich die Gesellschaft dahin entwickelt kann ich mir allerdings noch nicht vorstellen. Zumindest im Moment noch nicht. Und dann habe ich mal nachgedacht, was ich in meinem Leben so machen könnte. Ich versuche ja schon länger meinen Konsum einzuschränken und nachhaltiger zu leben. Aber so direkt überlegt was ich selbst machen kann habe ich noch nicht. Ich habe immer im Kopf dafür keine Zeit zu haben. Aber zumindest darüber nachdenken kann ich ja mal.

Als erstes ist mir die Kinderbetreuung eingefallen. Vor ungefähr einem Jahr haben wir mal nachgerechnet. Wenn ich meine Arbeitszeit um 20 Stunden reduziere und wir dann keinen Hortplatz mehr brauchen haben wir trotz Verdienstverlust 100€ mehr im Monat. Also haben wir die Zwillinge gar nicht erst angemeldet. Ist zur Zeit nur das Blöde, dass weniger arbeiten ja irgendwie nicht klappt. Einen Vertrag zu bekommen auf dem weniger Stunden stehen ist überhaupt kein Problem, aber diese dann praktisch auch weniger zu arbeiten scheint mir im Moment fast unmöglich.

Eine weitere Möglichkeit die mir eingefallen ist, ist das Kochen. Essen gehen wir seitdem wir Kinder haben eigentlich gar nicht mehr. Aber früher haben wir öfter Pizza bestellt. Für eine Familie kostet das dann ja meist 30-40€ und wenn man das ein- bis zweimal im Monat macht, dann kommt da schon ein bisschen was zusammen. Darauf haben wir in letzter Zeit komplett verzichtet und außerdem spart man auch noch eine ganze Menge Müll.

Was mir noch einfällt ist meine Frisur. Seit ein paar Monaten färbe ich mir die Haare immer selbst mit Henna Farbe. Hauptsächlich weil es vegan und besser für die Umwelt ist. Und ich habe mir die Haare einfach lang wachsen lassen. Mit dieser Frisur muss ich eigentlich kaum noch zum Friseur. Umd mit jedem nicht gemachten Friseur Besuch spare ich 80€. Und außerdem benötige ich jetzt viel weniger Stylingprodukte.

Ich werde auf jeden Fall weiterhin darüber nachdenken was ich noch so alles verändern kann. Mich mit Nahrungsmitteln selbst zu versorgen würde ich mir allerdings nicht zutrauen. Aber man kann ja auch erstmal im Kleinen anfangen etwas zu verändern. Dann ist es auch motivierender und macht Spaß.

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