Dankbar und herrlich unperfekt

Hallo ihr Lieben,

es geht mir weiterhin immer besser. An Tagen an denen ich an das schon oft erwähnte Gespräch erinnert werde kommen schon noch negative Gefühle hoch, aber sonst geht es mir glaube ich so gut wie noch nie. Auch wenn das Gespräch und die Tage danach wirklich schlimm waren würde ich es immer wieder machen. Mein Psychiater hat mir erklärt, dass Menschen, die sich sehr lange nach Liebe und Anerkennung  von bestimmten Personen sehnen und diese nicht bekommen, aus den Augen verlieren, wieviel Gutes um sie herum eigentlich passiert. Und um so länger das Gespräch zurück liegt, umso deutlicher wird mir, dass er recht hat. Ich bin so dankbar für meine Familie und dass ich einen so tollen Partner gefunden habe, mit dem ich meinen Alltag teilen darf! Und für meine tollen Freunde, die mir in der letzten Zeit so viel geholfen haben. Ich bin in der letzten Zeit auch mit meiner Erkrankung in meinem Umfeld viel offener umgegangen. Außer in dem schon häufig erwähnte. Gespräch waren alle sehr lieb und wertschätzend. Es war auch anschließend kein Dauerthema mehr. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich hinterher nicht mehr ernst genommen wurde. Viel mehr sind die Beziehungen tiefer geworden. Ich habe endlich das Gefühl in meinem Umfeld so sein zu dürfen wie ich bin und keine Show mehr machen zu müssen. Einfach unperfekt sein zu dürfen.

In Zukunft möchte ich offener mit meiner Erkrankung umgehen. Mir ist aber auch klar, dass ich in letzter Zeit nur mit Menschen darüber gesprochen habe, denen ich vertraue und die ich sehr mag. Wahrscheinlich wird nicht jeder so damit umgehen. Was mir aber Mut macht ist, dass mich glaube ich niemand so verletzen kann, wie ich in dem Gespräch verletzt wurde ind das ich das ja auch überstanden habe.

Das Einzige, worüber ich mir zur Zeit Sorgen mache ist, dass der Konflikt noch nicht komplett geklärt ist und ich mich irgendwann noch mal wieder damit befassen muss. Am liebsten würde ich gerade einfach die Zeit anhalten, damit alles einfach so bleibt, wie es ist.

Da mein Psychologe aber den kompletten Monat im Urlaub ist, habe ich mir vorgenommen erstmal gar nichts in der Sache zu unternehmen. Zumindest so lange, bis die Therapie wieder los geht. Und dabei hat mir auch die Institutsambulanz sehr geholfen. Es ist für mich einfach total wichtig, dass ich weiß, dass ich mich melden kann, wenn etwas ist. Meistens muss ich es gar nicht. Aber zu wissen, dass ich es könnte gibt mir Sicherheit!

Zusammenfassend kann ich wirklich nur sagen, dass ich zur Zeit einfach unheimlich dankbar für die vielen tollen Menschen in meinem Leben bin!

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