Angst, Schuld, Freiheit und Glück

Guten Morgen,

ich wünsche euch allen noch alles Gute für das neue Jahr! Ich bin wirklich froh, dass jetzt Wochenende ist. Die letzte Woche bei der Arbeit war wirklich stressig. Und ich habe mal wieder meine Grenzen gesehen. Am Mittwoch hatte ich einen ganz schlechten Tag. Diese Woche war ich bei vielen Kunden, die ich noch nicht kannte. Ich musste viel suchen und auch die Zeiten zu denen meine Kollegin, die gerade im Urlaub ist, sonst kommt wusste ich nicht. Irgendwann hatte ich einfach nur noch Panik und war total verunsichert.  Ich fange dann an über die einfachsten Dinge nachzudenken. Ob ich das so richtig mache und ob das nicht total falsch ist. Ich glaube ich habe über die Jahre sehr gut gelernt das vor Anderen zu verstecken. Und ich glaube nicht, dass ein Kunde es gemerkt hat. Aber am Mittwoch wollte ich einfach nicht mehr. Ich weiß, dass es keine Option ist und nichts bringt mich meinen Ängsten hinzugeben und aufzugeben. Aber ich bin einfach so müde. Manche Tage bin ich motiviert dagegen anzukämpfen. Aber an anderen Tagen denke ich, dass ich das jetzt so seit bestimmt zwanzig Jahren mache und es mir jetzt reicht. Ich will das einfach nicht mehr fühlen. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke wird mir auch bewusst, dass jeder Andere Mensch mit einer chronischen Erkrankung das ja auch nicht möchte. Er möchte ja bestimmt zum Beispiel auch keine Schmerzen haben. Aber das kann man sich ja nicht aussuchen. Man kann nur versuchen das Beste aus der gegebenen Situation zu machen.

Das ganz große Thema über das ich mir eigentlich seit Silvester Gedanken mache ist Neuanfang. Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester war schlimm. Und ich glaube so richtig vorbei ist das nicht. Ich bin froh, dass es nächste Woche endlich wieder mit der Therapie nach den Feiertagen losgeht. Die Schuldgefühle waren wieder so präsent wie kurz nach dem Gespräch. Und mir ist auch bewusst geworden, dass es noch mehr Menschen gibt, die eine Verbindung darstellen. Mein Psychologe meinte mal, dass ich in der Therapie alles sagen kann, was ich mir wünsche ohne dafür verurteilt zu werden. Und wenn ich mir das vorstelle, dass ich mir frei von Schuld alles wünschen darf, dann wünsche ich mir einen radikalen Schnitt. Wenn ich mir das überlege und mir vorstelle, dass die Schuldgefühle weg sind, dann fühle ich mich frei und es macht mich glücklich. Aber leider kann ich die Schuldgefühle nicht einfach abstellen. Und zur Zeit sind sie so groß und übermächtig, dass ich nicht weiß, wie ich das aushalten soll. Jetzt gerade kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das schaffen kann. Aber mir ist auch klar, dass alles andere nichts bringt. Wenn ich meinen Schuldgefühlen nachgebe werde ich mich weiterhin immer nur im Kreis drehen. Alles Andere habe ich ja schon die letzten zehn Jahre versucht. Und irgendwann bin ich immer wieder zu dem gleichen Punkt gekommen. Das bringt einfach nichts.

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