Auf der Suche nach dem Wesentlichen zwischen dem ganzen Kram

In den letzten Beiträgen habe ich euch auf den neuesten Stand gebracht, was im letzten Jahr bei mir alles passiert ist und wie meine Pläne für die Zukunft aussehen. Jetzt würde ich gerne von den Dingen erzählen, die mir zusätzlich zur Therapie geholfen haben.

Ich habe schon in früheren Beiträgen darüber berichtet, dass ich gerne nachhatiger und minimalistischer Leben möchte. In diesem Beitrag möchte ich erzählen, wie es bis jetzt damit weiter ging.

Ich habe schon vor einiger Zeit das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo gelesen und habe direkt motiviert mit dem Ausmisten angefangen. Das Konzept finde ich immer noch super, aber mit dem immer perfekt aufgeräumten Haus ohne weiterhin aufzuräumen hat es leider nicht geklappt. Realistisch gesehen ist das aber denke ich mal auch bei einem Haushalt mit fünf Personen und zwei Hunden kaum möglich. Anfangs habe ich mich mit dem Gedanken, dass ich einfach nur alles überflüssige loswerden muss und es dann immer aufgeräumt ist ziemlich gestresst. Jetzt versuche ich das ganze lockerer anzugehen und das Ausmisten eher als kontinuierlichen Prozess anzusehen. Letzte Woche haben wir den Flur erneut gründlich ausgemistet und ich frage mich immer noch, wo dauernd die ganzen Sachen herkommen. Meinem Empfinden nach habe ich mein Konsumverhalten schon stark verändert und wir haben schon mindestens dreimal ausgemistet und trotzdem hatten wir wieder zwei Müllsäcke voll mit Dingen die wir nicht mehr brauchen Am schlimmsten ist das immer in den Kinderzimmern. Obwohl ich es mir dort erklären kann. Kleidung wird zu klein und Interessen und Bedürfnisse von Kindern ändern sich noch wesentlich häufiger, als bei Erwachsenen. Ich habe mir vorgenommen in Zukunft einmal im Jahr jeden Raum gründlich auszumisten. Das wichtigste ist es aber meiner Meinung nach, weiterhin an meinem Konsumverhalten zu arbeiten.

Womit ich zu einem weiteren großen Feld komme. Minimalismus. Dieses beinhaltet mehrere Aspekte, aber mit dem Konsum möchte ich anfangen. Von April 2018-April 2019 habe ich den Versuch gemacht nichts mehr zu kaufen, was sich nicht verbraucht und ich habe es geschafft. Ich habe gemerkt wieviel Zeit eigentlich dabei drauf geht. Außerdem habe ich immer irgendeine Lösung gefunden mit Dingen, die ich schon zu Hause hatte. Früher habe ich einfach etwas Neues gekauft. Da dieses in dieser Zeit aber nicht ging, habe ich nach einer anderen Lösung gesucht und immer eine gefunden. Das möchte ich auf jeden Fall beibehalten. Ich versuche nur noch Dinge zu ersetzen, die kaputt gegangen sind. Außerdem versuche ich mich von Trends freizumachen. Das spart wirklich viel Zeit, Energie und Geld und am Ende auch Müll.

Ein weiterer Punkt zum Thema Minimalismus sind für mich Aktivitäten. Ich versuche mich möglichst auf möglichst wenige zu beschränken und nichts mehr nur zu machen, weil ich denke, dass man das machen muss. Mit drei Kindern ist das aber wirklich eine Herausforderung. Besonders im Dezember, wenn überall noch irgendwelche Weihnachtsveranstaltungen stattfinden.

Ansonsten haben wir noch versucht möglichst wenig Müll zu produzieren. Wir haben beim örtlichen Biobauern und im unverpackt Laden eingekauft. Nachdem wir uns aber im letzten Jahr unsere Finanzen genauer angeschaut haben, mussten wir das ganze leider wieder etwas reduzieren, da es wirklich wesentlich teurer war, als vorher und wir es uns zur Zeit leider nicht leisten können. Ich versuche es aber trotzdem in unseren Möglichkeiten weiter zu machen. Auch beim ALDI gibt es unverpacktes Obst und Gemüse und ich versuche bei allem was ich kaufe das am wenigsten verpackte Produkt zu nehmen. Außerdem bleibe ich bei den Stofftaschentücher. Ich benutze waschbare Putzlappen statt Küchenkrepp und waschbare Abschminkpads.

Meiner Erfahrung muss man häufig Kompromisse machen und kommt auch nicht immer zum gewünschten Ziel. Aber trotzdem hat sich für mich und die Umwelt durch alle diese Dinge eine Menge zum positiven entwickelt. Ich probiere weiter!

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