Friends are Family

Hallo ihr Lieben,

Ich weiß nicht, ob das ein Geständnis ist, aber ich bin schon seit „An Angel“ ein großer Fan der Kelly Family. Im Mai war ich auch mit meiner Freundin beim großen Revival Konzert in der Westfalen Halle. Es war wirklich genial und es hat mich erstaunt, wie sehr mich die Lieder heute noch berühren. Der Song der mich dieses Jahr allerdings am meisten begleitet hat ist Friends are Family von Michael Patrick Kelly

Zum einen ist er wirklich ein Vorbild für mich, da er seinen Weg ohne seine Familie gefunden hat und bestreitet. Zum Anderen, da mir dieses Lied sehr viel Mut macht. Ich habe nach dem viel beschriebenen Gespräch den Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie abgebrochen. Aber es gibt so viele Menschen, die mir so viel geholfen haben und die ist mir einfach in meiner Familie wünsche! Eine Freundin habe ich mit 16 kennen gelernt und ich glaube ohne sie und ihre Liebe würde ich heute nicht mehr leben. Eine andere Freundin habe ich in der Schwangerschaft im Krankenhaus kennen gelernt und seitdem ist sie für mich da. Und auf meine andere Freundin, an die ich bei diesem Lied denke, kann ich mich immer verlassen. Diese Menschen würden mir niemals absichtlich ein schlechtes Gewissen machen. Und das alles ist viel wichtiger als genetische Verwandtschaft. Michael Patrick Kelly hat es perfekt auf den Punkt gebracht. Friends are Family!

Übermächtige Schuldgefühle

Guten Morgen ihr Lieben,

jetzt ist morgen wirklich schon Weihnachten. Die letzten zwei Wochen waren wirklich nicht so einfach. Ich hatte wieder so mit den Schuldgefühlen zu kämpfen, wie kurz nach dem Gespräch. Mein Mann meinte, dass es mir in der Weihnachtszeit noch nie gut ging. Ich selbst hatte auch befürchtet, dass es auch dieses Jahr wieder so ist. Aber irgendwie hatte ich auch gehofft, dass es nach allem was sich nach dem viel beschrieben Gespräch geändert hat, dieses Jahr besser wird. Aber es ist nicht besser, nur anders. Vorletzte Woche war es ganz schlimm. Ich dachte, dass ich die Schuldgefühle einfach nicht mehr aushalten kann. In diesen Momenten denke ich dann immer, dass ich mich jetzt einfach entschuldige und alles so mache wie früher, nur damit das Gefühl aufhört. Aber ich weiß ja, dass es nichts bringt. Das habe ich ja schon die letzten 20 Jahre versucht. Und es hat nicht funktioniert. Und das Gespräch ist vollkommen nach hinten losgegangen. Also weiß ich ja eigentlich, dass der Weg, den ich jetzt gehe der einzig mögliche ist. Ich habe mit meinem Psychologen besprochen, dass wir nächstes Jahr gleich daran weiterarbeiten, dass ich in dieser Entscheidung gefestigter werde. In schwachen Momenten denke ich, dass ich mir doch alles eingebildet habe und ich einfach nur den betreffenden Menschen das Leben schwer gemacht habe. Ich weiß gar nicht, wie oft ich meinen Mann schon gefragt habe, ob das alles wirklich so passiert ist. Beim letzten Termin meinte mein Psychiater, dass ich mir bewusst machen muss, dass mich meine gesunden Anteile zum Gehen gebracht haben und nur meine kranken Anteile das System so lange aufrecht erhalten haben. Das mache ich mir immer wieder bewusst. Wenn das Gefühl wieder hochkommt, dass ich etwas ganz schlimmes getan habe. Ich sage mir dann immer, dass das meine Krankheit ist, die das sagt und dass es nie besser werden wird, wenn ich dem jetzt nachgebe. Der Psychologe meinte auch, dass bei mir ja hart ausgedrückt die letzten dreißig Jahre lang eine ständige Gehirnwäsche stattgefunden hat und ich jetzt nicht erwarten kann, dass das auf einmal vergessen wird.

Um mich über die Feiertage etwas zu beruhigen habe ich meine Handynummer gewechselt. Damit mich auch wirklich niemand erreichen kann, von dem ich es nicht möchte. Das hat aber am Anfang wieder nur neue Schuldgefühle ausgelöst. Die letzte Woche war dann aber besser, weil ich viel gearbeitet habe. Das war zwar auch anstrengend, hat mich aber gut von den Schuldgefühlen abgelenkt. Ab heute habe ich jetzt frei und wir werden die Feiertage vorbereiten. Naja, die Handynummer ist gewechselt und der Anrufbeantworter ist abgestellt. Ich muss dabei immer an den Onkel von Harry Potter denken, der versucht keine Briefe aus Hogwarts mehr zu bekommen. Ich müsste nur noch den Briefkasten zunageln.

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen ein paar schöne, erholsame Tage.

Bin ich der Grinch oder einfach nur gestresst?

Guten Morgen ihr Lieben,

ich habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich den letzten Beitrag gar nicht veröffentlicht habe. Der letzte Monat war so stressig und ich weiß auch gar nicht, womit ich anfangen soll zu erzählen. Stress ist ja vielleicht ein gutes Stichwort. Der November war wirklich nicht schön. Erstmal der neue Job und dazu hatte auch mein Mann noch viele Termine. Ich habe mir schon vor ungefähr einem Jahr vorgenommen ein ruhigeres Leben zu führen. Aber irgendwie hat es nicht geklappt. Ich habe das Gefühl, dass wir uns bei dem Thema immer im Kreis drehen. Aber wir haben uns jetzt ganz fest vorgenommen das endlich zu ändern. Es geht so einfach nicht mehr weiter. Ich möchte mich nicht immer nur beeilen. Dabei geht so viel von den Dingen verloren, die eigentlich am Wichtigsten sind. Ich möchte nicht mehr immer nur hinterher laufen, sondern leben. Im hier und jetzt. Aber ich finde es unendlich schwer das im Alltag umzusetzen. Es gibt so viele Dinge, die man machen kann. Besonders wenn man Kinder hat. Und dabei wirklich konsequent zu bleiben und am Ende nicht wieder nur von einem Termin zum anderen zu hetzen fällt mir schwer. Meist fällt es mir auch erst auf, wenn ich mal wieder komplett überlastet bin, dass ich mal wieder in die falsche Richtung gerannt bin. Wir haben uns jetzt auf einige Veränderungen geeinigt und uns fest vorgenommen das auch wirklich durchzuziehen. Aber so richtig daran glauben kann ich noch nicht, weil es in der Vergangenheit schon viel zu oft nicht geklappt hat. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit gibt es so viele Angebote mit denen man sich den Kalender füllen kann. Ich kann gar nicht genau sagen, seit wann ich Weihnachten und die Weihnachtszeit nicht mag. Als Kind fand ich die Geschenke toll, aber ich glaube seitdem ich ein Jugendlicher war macht mir die Weihnachtszeit einfach nur ein schlechtes Gefühl. Es geht so viel um Konsum und es gab in meinem Leben immer so viel vorgeschrieben, was man machen muss und wen man alles treffen muss. Ich habe letztens darüber nachgedacht, dass es dieses Jahr, nach dem viel beschriebenen Gespräch, mein erstes selbstbestimmtes Weihnachten ist. Und es mir ja dann vielleicht doch gefallen könnte. Im Moment ist mir das aber einfach alles zuviel. Und ich habe einfach keine Lust. Ich habe bis jetzt auch noch überhaupt keine Weihnachtsdeko. Dieses Wochenende müssen wir uns aber unbedingt darum kümmern, da die Kinder es sich wirklich wünschen. Wenn ich so darüber nachdenke bin ich mir immer sicherer, dass wenn ich dieses Jahr wirklich machen könnte was ich wollte, dann würde ich mich aus Weihnachten einfach komplett rausnehmen. Keine Weihnachtsdeko und überhaupt gar nichts. Noch nicht mal Glühwein oder Weihnachtskekse. Einfach gar nichts. Und Weihnachten würde ich arbeiten und am besten Silvester auch. Und am 2.1. ist endlich alles wieder normal. Aber da ich nicht einfach machen kann was ich will, werde ich nachher wwihnachtlich dekorieren und zumindest zu allen Weihnachtsfeiern gehen, die die Kinder betreffen. Und Weihnachten werden wir versuchen so zu gestalten, wie es für alle in unserer Familie am schönsten ist und dann werde ich mich überraschen lassen, ob ich wirklich der Grinch bin, oder ob ich Weihnachten vielleicht doch etwas abgewinnen kann. Und danach werde ich zumindest Silvester arbeiten und wie jedes Jahr wird ab dem 2.1. wieder alles normal sein.

P.S.: werde gleich den Text posten, den ich letzte Woche geschrieben und vergessen habe. Und danach werde ich diesen noch mal kontrollieren und dann auch online stellen.

Einfach weitermachen

Hallo ihr Lieben,

die letzten zwei Wochen waren echt anstrengend! Aber im großen und ganzen geht es mir besser, als in der Woche davor. Ich denke mal, dass es noch ein bisschen dauert, bis ich mich so richtig eingewöhnt habe, aber ich glaube, dass es klappen könnte. Ich fühle mich wirklich wohl im neuen Job. Ich bin mir nur immer unsicher, ob meine Arbeit wirklich ausreichend ist. Vielleicht bin ich auch deshalb so müde, weil ich immer denke, dass ich mehr machen muss und mich mehr beeilen muss. Und zu Hause bleibt in meiner Arbeitswoche auch immer eine Menge liegen und ich glaube immer einfach mehr schaffen zu müssen. Und einfach viel mehr und schneller arbeiten zu müssen. Aber irgendwie bin ich einfach nur müde und habe keine Lust mehr immer nur weiter zu machen. Ich brauche mal eine Pause. Aber ich glaube ich muss einfach nur weiter durchhalten und mehr Routine entwickeln. Alles andere bringt ja auch irgendwie nichts.